Kampagne „Stop, das ist Gewalt“

Die Kampagne „#Arrête, c’est de la violence“ ist eine belgische Initiative zur Prävention von sexueller Gewalt und Cybergewalt in Paarbeziehungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 25 Jahren. Ziel der Kampagne ist es, verschiedene Formen von Übergriffen und nicht-einvernehmlichen Verhaltensweisen (wie Erpressung, erzwungene Berührungen oder aufgezwungenen Geschlechtsverkehr) aufzuweisen, Tabus zu brechen und Hilfe zu vermitteln.

Die Kampagne wurde gemeinsam von der Wallonischen Region, der Föderation Wallonie-Brüssel und der COCOF (Französische Gemeinschaftskommission in Brüssel) ins Leben gerufen und von der Direktion für Chancengleichheit koordiniert.

 

VerGEWALTigung

In 80% der Fälle ist der Täter eine Person, die man kennt.

Du bist niemals schuldig für den sexuellen Missbrauch, der dir widerfahren ist. Nur der Aggressor ist schuldig.

Oft schämt man sich auch als Opfer und traut sich nicht, um Hilfe zu bitten, weil man sich für das, was passiert ist, verantwortlich fühlt. Man denkt, dass man es vergessen kann. Aber auch wenn die Erinnerung mit der Zeit weniger stark wird, bleibt es oft sehr präsent. Manchmal ist der Angriff so traumatisch, dass das Gehirn die Erinnerung ausblendet, um sich zu schützen (das ist das traumatische Gedächtnis). Die Erinnerung kann manchmal auch Jahre später wiederkehren.